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Endoskopische Harnblasenbiopsie

Die endoskopische Harnblasenbiopsie (zystoskopische Biopsie) dient der Tumordiagnostik der Harnblase.

Von besonderer Bedeutung ist die endoskopische Harnblasenbiopsie bei der Erkennung eines Harnblasenkarzinoms, welches in Deutschland relativ oft auftritt.

Die Anwendung der endoskopischen Harnblasenbiopsie ist deshalb von großer Bedeutung, da durch eine frühe Erkennung des Tumors (Frühstadium) eine signifikant verbesserte Heilungschance besteht.

Die Prognose für die Lebenserwartung bei einem vorliegenden Tumor ist jedoch nicht nur vom Zeitpunkt der Diagnosestellung, sondern auch von der Art des Tumors abhängig.

Eine präzise Tumoridentifikation samt Determinierung der Malignität (Bösartigkeit) des Tumors lässt sich nur durch eine endoskopische Harnblasenbiopsie erreichen, sodass diese aktuell den Goldstandard (Verfahren der ersten Wahl) in der Harnblasen-Tumordiagnostik darstellt

Vor der Untersuchung

Die Biopsie kann in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Als innovative Ergänzung können wir die endoskopische Untersuchung mit einer flexiblen Optik sowie einer Ohr-Reflexzonenakupunktur zur Schmerzminimierung durchführen.

Ablauf der Untersuchung

Nach erfolgter Lokalanästhesie erfolgt die Desinfektion des Harnröhrenausganges und das Endoskop kann in die Harnröhre eingeführt werden.

Zur Durchführung der Untersuchung wird ein flexibles oder starres Zystoskop genutzt, welches unter Sicht in die Harnröhre eingeführt wird. Zur Sichtverbesserung muss regelmäßig eine Spülung der Harnröhre erfolgen.

Nach Erreichen der Blase wird endoskopisch überprüft, welches Areal sich für eine Biopsie eignet. Ist dies erfolgt, so kann die Biopsiezange in den Arbeitskanal des Endoskopes eingeführt werden.

Im Anschluss hieran wird die Zange geöffnet und das selektierte Schleimhautareal kann nach dem Ergreifen durch das Schließen der Biopsiezange entnommen werden.

Nach erfolgter Entfernung wird das Gewebe durch den Arbeitskanal des Endoskops gezogen und zur Untersuchung dem Pathologen überlassen.

Um mögliche Komplikationen zu vermeiden, ist es notwendig, das Gewebeareal aus dem das zu untersuchende Material entnommen wurde, endoskopisch zu beurteilen.

Nach der Untersuchung

Nach der Untersuchung erhalten sie ein mildes Schmerzmittel und ggf. ein Antiobiotikum.