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Ostesonographie

Die Osteosonographie ist ein diagnostisches Verfahren zu Messung und Bewertung der Knochendichte. Es dient der Frühdiagnose und Verlaufskontrolle bei Osteoporose (Knochenschwund).

Die Methode gehört zu den Verfahren der Osteodensitometrie (Knochendichtemessung).

Der altersbedingte Verlust der Knochendichte bzw. der Knochenmasse ist ein natürlicher physiologischer Prozess. Bis zum 30. Lebensjahr erreicht die Knochenmasse ihr Maximum, dieser Wert wird auch als „peak bone mass” bezeichnet.

Zur Unterscheidung eines physiologischen Knochenabbaus von einer Osteopenie (Abnahme an Knochengewebe) oder Osteoporose (Verminderung der Knochenmasse mit erhöhter Frakturanfälligkeit) wird die Osteodensitometrie eingesetzt.

Erst ein Knochenmassenverlust von 30 % ist im nativen Röntgenbild sichtbar (erhöhte Strahlentransparenz), allerdings führt bereits ein 10%iger Verlust zu einem dreifachen Risiko einer Schenkelhalsfraktur und zum doppelten Frakturrisiko (Knochenbruchrisiko) im Bereich der Rumpfwirbelsäule.

Die Abnahme der Knochendichte korreliert also mit dem Frakturrisiko. Die Messung durch die Osteosonographie kann das Risiko einer zukünftigen Schenkelhalsfraktur gut abschätzen.

Die Osteosonographie wird durchgeführt bei:

  • Prostatacarzinomen, bei denen eine antihormonelle Therapie (Entzug der männlichen Hormone) durchgeführt wird
  • Hypogonadismus – Unterfunktion der Keimdrüsen (Hoden/Eierstöcke) von Mann beziehungsweise Frau
  • Chronische Niereninsuffizienz (chronische Nierenschwäche)
  • Patienten über 65 Jahren ohne Risikofaktoren für eine Knochendichteminderung
  • Patienten mit den folgenden Risikofaktoren:
    • Osteoporosebelastung in der Familie – mindestens zwei Familienmitglieder mit Osteoporose
    • Familienanamnese mit Erkrankungen, die mit einer Knochendichteminderung einhergehen
    • frühes Klimakterium (Menopause, Wechseljahre)
    • Fraktur (Knochenbruch) nach der Menopause
    • altersabhängiger, deutlicher Verlust der Körpergröße
    • erhöhter Genussmittelkonsum: Alkohol (Frau: > 20 g/Tag; Mann: > 30 g/Tag); Tabak (Rauchen – bei Osteoporose nach der Menopause)
    • Bewegungsmangel
    • BMI (Bodymass-Index) <20 kg/m²
    • unbeabsichtigter Gewichtsverlust von über 10 kg bzw. von mehr als 10 % in den letzten Jahren
    • keine Östrogensubstitution in der Postmenopause
  • Weitere Indikationen:
    • Hormonelle Faktoren – Östrogenmangel bei Mädchen und jungen Frauen, z. B. bei später Menarche (verzögerter Pubertät, > 15. Lebensjahr)
    • Früher Eintritt der Wechseljahre (< 45. Lebensjahr) oder eine frühzeitige Ovarektomie (Entfernung der Eierstöcke)
    • Menopause (Wechseljahre der Frau)
    • Anorexia nervosa (Magersucht)
    • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
    • Hyperparathyreodismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
    • Osteopathien (Knochenerkrankungen)
    • Glukokortikoid-Langzeittherapie – Cortisol-Einnahme
    • systemische Langzeittherapie mit den folgenden weiteren Medikamenten: Antiepileptika, Glukokortikoide, Heparin, Marcumar
    • Therapie mit Immunsuppressiva nach Organtransplantationen

Das Verfahren

Das technische Prinzip beruht auf einer quantitativen Ultraschallmessung. Gemessen werden die spezifische Schallleitungsgeschwindigkeit und die Schallabschwächung durch den Knochen, die eine Beurteilung der Dichte des Knochengewebes erlauben.

Das Gerät misst sowohl die Zeit, die die Ultraschallwellen vom Sender zum Empfänger brauchen als auch wie viel Ultraschall durch den Knochen absorbiert wird. Daraus wird anschließend die Schallleitungsgeschwindigkeit und die Schallabschwächung errechnet.

Ihr Nutzen

Die Osteosonographie dient der Erfassung der Knochendichte und der Knochenbeschaffenheit des Skelettsystems.