Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

OK
 

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) ist ein medizintechnisches Verfahren zur Zertrümmerung und Entfernung von Kalkkonkrementen.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie wird durchgeführt bei:

  • Nephrolithiasis (Nierensteinen)
  • Uretersteine (Harnleitersteinen)
  • Blasensteinen

Das Verfahren

Stoßwellen sind energiereiche Wellen, die auf unterschiedliche technische Art und Weise z. B. durch im Wasser erzeugte kurze Druckpulse entstehen.

Die Schallimpulse können auf einen bestimmten Bereich lokalisiert werden und dort wirken, das heißt sie entfalten ihre Wirkung nur am einprogrammierten Wirkort.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie werden die Stoßwellen außerhalb des Körpers des Patienten (extrakorporal) erzeugt. Man unterscheidet Stoßwellen nach ihrem Energiegehalt, der je nach Anwendung variiert werden kann.

Beim Einsatz von hochenergetischen Stoßwellen ist im Regelfall eine Anästhesie, die mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden sein kann, notwendig.

Vor der Behandlung von beispielsweise Nierensteinen muss eine Bildgebung erfolgen. Nierensteine sind im Röntgenbild sichtbar, sie können allerdings auch durch eine Kontrastmitteldarstellung des Nierenbeckenkelchsystems siehe i. v. (intravenöses) Pyelogramm lokalisiert werden.

Der Patient befindet sich in liegender Position. Die Zertrümmerung der Steine erfolgt bei uns unter Durchleuchtung (Röntgenfilm in Echtzeit).

Nach der Lokalisation werden die Steine mit bis zu 4.000 Ultraschallimpulsen zertrümmert. Teilweise muss die Behandlung wiederholt werden, falls die Konkremente nicht erfolgreich zerstört wurden.

Die zerstörten Nierensteine können anschließend über die Harnwege ausgeschieden werden.

Ihr Nutzen

Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie ist eine erfolgreiche und bewährte Methode zur Zerstörung Konkrementen (z. B. Nierensteinen).

Die Patienten profitieren von dem schonenden Verfahren durch die Vermeidung von Operationen.