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Phytotherapie

Die moderne Phytotherapie beinhaltet die Behandlung von Erkrankungen durch Verabreichung von Pflanzenbestandteilen (z.B. Extrakte, Blüten, Blätter, Wurzeln, Früchte und Samen) als Pulver, Tablette, Flüssigkeit oder Ampulle.

Die traditionelle Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Systemen und umfasst zum Beispiel auch die chinesische oder die indisch-ayurvedische Medizin.

Das Verfahren

Die Phytotherapie basiert auf der Anwendung von Phytopharmaka, die den gleichen strengen Auflagen unterliegen wie die chemisch-synthetischen Arzneimittel.

Bei der Auswahl der Pflanzen spielen Faktoren wie Erntezeitpunkt, Standort der Pflanze, Lagerung und Zubereitung eine Rolle.

Wirkstoffe die Bestandteil der Phytopharmaka sind umfassen u.a. Alkaloide (z. B. Morphin aus dem Schlafmohn oder Atropin aus der Tollkirsche), Bitterstoffe (z. B. Enzian, Mariendistel oder Pfeffer ), Ätherische Öle, Gerbstoffe (z. B. Eichenrinde, Heidelbeeren oder Blutwurz), Kieselsäure, Hormonstimulanzien (z. B. Kürbiskerne, Bohnenschalen), Steoride (z. B. Ginseng oder Süßholzwurzel) und Vitamine (z. B. Gerste, Dinkel, Sanddorn, Brunnenkresse oder Hagebutte).

Wann ist eine Phytotherapie sinnvoll?

Phytotherapeutika werden meist bei leichten oder chronischen, rezidivierenden Erkrankungen angewendet.

Die Therapie ist nicht für die Behandlung von schweren Erkrankungen (insbesondere Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus) oder in Notfallsituationen geeignet.

Die Möglichkeiten in der Anwendung der phytotherapeutischen Wirkstoffgemische sind sehr groß. Jede Pflanze besitzt ihre individuelle Heilkraft und kann in Kombination mit anderen Pflanzen verwendet werden. Die Phytotherapie zeichnet sich durch hohe Verträglichkeit und wenige Nebenwirkungen aus.

Ihr Nutzen

Die Phytotherapie stellt eine vielseitige Alternative zu der Behandlung mit allopathischen, schulmedizinischen Arzneimitteln dar. Gerade die gute Verträglichkeit macht dieses Verfahren zu einer sinnvollen Therapie.